Heute gibts mal wieder einen neuen blog… und der wird lang, so viel kann ich schon mal versprechen!! Also mich wuerde es nicht wundern, wenn er so lang wird, dass ihr mehrere Tage eure Freude daran haben koennt =)
Ja, der letzte Blog ist nun schon wieder eine weile her und seit dem habe ich wieder jede menge erlebt – wen wunderts^^
Los ging das ganze mit (ich nehm die Photos, die ich gemacht habe, zur Hilfe, damit ich nix vergesse…) unserem Besuch des Dorney Parks am Donnerstag, 14. August (bei dem auch Anthony dabei war). Das ist ein Erlebnispark mit riesigen Achterbahnen und einem Teil, wo alles Wasserrutschen usw. sind.
Das ganze befindet sich in Pennsylvania und damit war ich in meinem 4. Staat zu diesem Zeitpunkt (New York, Conneticut, New Jersey und Pennsylvania). Besonders interessant finde ich ja immer die Beinamen, die man den einzelnen Staaten gibt und die man auf den meisten Kennzeichen findet. So ist New Jersey der Garden State und New York der Empire State.
Apropos Kennzeichen: ich habe gestern Olivia gefragt, was es eigentlich mit ihren KFZ-Kennzeichen auf sich hat, da manche Autos hier nur Buchstaben, manche nur Ziffern und manche beides haben. Und sie hat mir erklaert, dass man gegen Einwurf kleiner Muenzen alles auf sein Kennzeichen schreiben kann, was man will. D.h. man sieht hier Autos mit der Aufforderung “Go Yankees” oder “4everurs” und was ihr euch nur vorstellen koennt. Auf jeden fall sagt das nichts ueber den ort oder so aus.
Um auf den Wasser- und Erlebnispark zurueckzukommen… angekommen dachte ich mir so, naja is ja nicht gerade so tolles Wetter, um den ganzen Tag in Badezeug rumzuspringen. Aber ich hatte mich mal wieder im Wetter getauuscht. Es wurde immer waermer und war doch sehr angenehm, wir hatten viel Spass (nur bloed, dass Ava in einem Waterpark nicht nass werden wollte… war etwas schwierig umzusetzen und dementsprechend gross war das geschrei, aber sie hat sich dann auch wieder beruhigt), ich habe mal wieder darueber gestaunt, wie viele verschiedene Menschentypen man an einem einzigen Ort antreffen kann und ja, ich kann es nur nochmal sagen, es hat richtig viel Spass gemacht.
Lustig war auch, dass es dort eine “bavarian swing” gab (Hilfe, die Bayern sind ueberall^^), die wir dann auch gleich getestet haben (gemeint ist ein Kettenkarussel).
Ava mit meiner Sonnenbrille...
Andrew - will sofort in das Wellenbecken
Zum Schluss gabs dann noch eine zweite Wetterueberraschung, die Wolken erinnerten an Weltuntergang, es blizte und donnerte und wir verkrochen uns in unseren gemieteten Pavilion.
Natuerlich wurde es nicht besser und wir mussten schliesslich bei stroemenden Regen zum Auto rennen.
Der Tag drauf war nicht weniger ereignisreich. Da am Samstag, 16. August, die Hochzeit in Massachusetts, zu der ich mit gehen durfte, sein sollte und Olivia die Strecke dorthin nicht am Stueck fahren wollte, machten wir uns Freitag vormittag auf den weg nach Mystic, Conneticut. Dort angekommen besuchten wir das Mystic Aquarium (Olivia meinte zu den Kindern, dass man da 5$ bezahlen kann, wenn man moechte, dass seine Kinder mal mit einem Hai schwimmen koennen, ihre erschrockenen Gesichter koennt ihr euch sicherlich vorstellen^^).
Wir waren bei einer Sealion-Show (dort wurde “Seal or Now Seal” gespielt) und haben kleine Rochen unter Wasser gestreichelt.
nachdem 3 Kinder und Olivias Schwager in Woods Hole auf dem ganzen Koerper rote Flecken wegen einer Qualle hatten, fand ich die Viecher dann nicht mehr so schoen, wie hier noch im Aquarium...
Danach ging es zum Mystic Seaport. Es war mittlerweile nicht mehr ganz so heiss und der Hafen war historisch – also eine Art Freilandmuseum (muss wohl aehnlich Plymouth Plantation sein).
Ava, Austin und Drew auf dem sea shuttle
Zum Dinner besuchten wir das dort beruehmte Restaurant “Mystic Pizza”, in dem der erste Film Julia Roberts “Mystic Pizza”, der ihr zur Rolle in Pretty Woman verhalf, gedreht wurde. Olivia kaufte die DVD, damit ich ihn mir angucken kann.Aber mal so nebenbei – Muttis selbstgemacht Pizza schmeckt besser, als der “slice of heaven” (= ein Stueck Himmel), wie sie ihre Pizza dort preisen.
Olivia, die Kinder und ich uebernachteten in einen Hotel und fuhren dann nach dem Fruehstueck weiter Richtung Cape Cod.
Genauer gesagt nach Woods Hole. Dort sollte naemlich die Hochzeit stattfinden.
Nach ebenfalls zweistuendiger Fahrt (die Kinder schauten ein Film nach dem anderen im Auto) kamen wir an.
Kurze Zeit spaeter begann dann auch schon die Hochzeit. Wir zogen uns schnell um und liefen dann los (unser Ferienhaus war nicht weitentfernt von der Wiese, auf der die Trauung stattfand).
Zu erst konnte man einen Drink geniessen, alle unterhielten sich und ich hatte nur sorge, dass ich nicht in diesen Pool reinfalle – was ziemlich peinlich gewesen waere… =)
Nach dem 100 Photos von den Kindern gemacht worden waren, nahmen alle ihre Steh- oder Sitzplaetze auf der Wiese ein. Es waren ca. 220 Gaeste und die Wiese war mit direktem Blick aufs Meer.
Wie man es aus amerkanischen Filmen kennt, marschierten zu erst die 6 Brautjunfern und 6 “ich-hab-keine-ahnung-was-die-maennliche-form-von-brautjunger-ist” ein, danach kamen die Blumenstreumaedchen und dann die Braut mit ihren Eltern, welche dann von jenen dem Brauutigam ueberreicht wurde. Begleitet wurde das ganze von zwei Maennern auf der Gitarre – “Somewhere over the rainbow” spielend.
Von Gott war waehrend der ganzen Zeremonie nicht die Rede, dafuer mussten die Geschwister des Paares Reden halten, was sie in Form von Gedichten oder Auszuegen aus Romanen taten… ich fuer meinen teil fand das etwas einfallslos, scheint aber so ueblich zu sein. Dann mussten Emily und Corey (das Brautpaar) ihre Ehegeloebnisse aufsagen und als Corey verkuendete er sei der gluecklichste mann der welt, standen allen traenen in den augen^^
Nach dem das Paar mit einem Dudelsackspieler ausgezogen war, wurde noch ein bisschen weiter getrunken, eine Band spielte und man wartete auf das shuttle zur festwiese.
nein, dass war nicht das shuttle... zu mindest nicht fuer uns. Das ist die Limo fuer die Brautfamilie...
Dort angekommen, wurde weiter getrunken, Kellnern, die mit Krabbenschwaenzen durch die Gegend rannten, etwas vom Teller genommen, er Eroeffnungstanz bewaeltigt, wieder Reden gehalten, gegessen, getanzt (also das war wirklich erstaunlich, es gab so gut wie niemanden, der nicht getanzt hat – siehe Video) und gefeiert.Wir verliessen die Feier, als die Kinder muede wurden. (Dass die Fahnen des Zeltes, mit dem Brautkleid, den Blumen, den Servietten und den Kleidern der Brautjungfern harmonierten, versteht sich ja wohl von selbst.)
Am naechsten Tag waren wir dann zum Bruch eingeladen, zu dem noch mal die ganze Gesellschaft kommt (bei einer amerikanischen hochzeit gibts ja nicht nur die eigentlich hochzeit, sondern auch noch eine probe mit einem grossen dinner am tag davor usw. usw.)
- wieder wurden Bilder gemacht.
Die naechsten Tage verbrachten wir zusammen mit den cousinen und cousins. Olivias Schwester Bea, ihr Mann John und deren Kinder Lucas (9), Isabelle (10), Curtis (7) und Sabrina (6) bewohnten mit uns zusammen ein Ferienhaus, welches ihr hier seht:
Olivias Schwester Eleanor, ihr Mann Nick und deren Kinder Margot (6) und Jack (8) kamen oft zu Besuch. Nick ist der Bruder der Braut und seine Eltern haben in Woods Hole ihr eigenes Ferienhaus, in dem sie wohnten.Nick nahm die Kinder mit zum fischen, wir machten eine grosse Fahrradtour auf der Insel Martha’s Vineyard, lagen faul am Strand usw.
Faehre nach Martha's Vineyard, die Insel, auf der wir eine Radtour machten
Mein grandioses Fahrrad... =)
Der Strand auf Martha's Vineyard
Vorsicht Menschen! ;o) die ganze Truppe...
auf Martha's Vineyard
wah... ich sag ja... die Bayern sind ueberall!
wiedermal Weltuntergangswetter... diesmal auf der Faehre zurueck aufs Festland
Alles in allem war das ein sehr schoener Urlaub. Cape Cod, Massachusetts ist wirklich wunderschoen und da alle sehr nett sind, hat es auch wirklich spass gemacht, obwohl oder gerade weil, wir so eine grosse gruppe waren.
meine Kids (Ava, Andrew und Austin) und ich in Woods Hole
letzter Abend am Strand
"ich lieg am Strand... mit einem eiskalten Getraenk in meiner Hand... ich hab ne Sonnenbrille auf, weil ich sie brauch, die Sonne scheint mir auf den Bauch, so gehts doch auch..." *sing*
irgendwie sieht das nicht aus, wie der Atlantik... eher wie ein See
Am Samstag, 24. August, kamen wir dann wieder. Schoener Urlaub hin oder her, ich war froh, dass wir wieder zuhause waren und alles wieder in geordneteren Bahnen verlauufft.. moment mal? Geordnete bahnen, davon kann eigentlich keine Rede sein, aber dazu spaeter mehr.
Zu ersteinmal war die groesste Ueberraschung, dass meine Eltern, als ich abends um 7 (ortszeit, das heist 1uhr nachts deutsche zeit) noch on waren und wir so das erste mal seit langer zeit wieder miteinander reden konnten! Das tat gut. Im urlaub hatte ich doch das ein oder andere mal heimweh gehabt und mich nach der heimat gesehnt ;o)
Nach dem wir fast 3 stunden geredet hatten und wir wieder auf dem neusten stand von einander waren, traf es sich gut, dass der naechste tag, Sonntag, mein freier tag war und ich zuhause anrief und wir un seine zeit ausmachen konnten in der ich auch mal (zum ersten mal!) mit anne reden konnte.
Am Montag, 25. August - eigentlich mein langer arbeitstag, geschah folgendes: es hiess, ich muss von 8am bis 6pm arbeiten. Also stand ich um 7 auf und machten den Kindern Fruehstueck. Etwas wunderte es mich, dass Anthony hier uebernachtet hatte, aber ich dachte mir nichts dabei. Beim Fruehstueck verkuendeten mir dann die Kinder, dass sie am Nachmittag nicht da sein wuerden, da sie nen Abstecher nach Puerto Rico machen wuerden. Mein gesicht koennt ihr euch sicherlich vorstellen. Aber sie hatten Recht – Anthony ist ja Pilot und dadurch hat er immer mal zugriff auf flugtickets und da diese woche noch ferien sind, hat er sich ueberlegt diese zeit mit den kinder zu nutzen. Und so haben sie ratzfatz ihre sachen gepackt, die sie am tag zuvor erst ausgepackt hatten und haben sich auf den weg nach Puerto rico gemacht, dort wollen sie eine nacht uebernachten und dann nach Baltimore fliegen und dort auf dem boot von anthonys vater uebernachten.
Tja, unverhofft kommt oft. Jetzt habe ich also frei. Aber ich habe jede menge zu tun. Ich muss die gesangslehrer, die ich aufgeschrieben bekommen habe, anrufen und termine fuer probestunden ausmachen, meinen pin fuer meine bank of America card aendern, zum friseur, meine social security card beantragen (keine ahnung fuer was man das braucht), gesterm war ich bei meinem ersten cluster meeting (das ist das treffen der zustaendigen person der organisation, fuer ein jeweiliges gebiet und allen dazugehoerigen au pairs), habe mich dort wegen dem einschreiben im college erkundigt; ich muss zu bar method, dass ist so ein sportdingens, was ich machen will usw. usw.
Am Freitag fahren wir dann (bis Sonntag) nach Vermont, in das Ferienhaus, was Olivia und ihren schwestern gehoert. Wie es aussieht, kommt da aber nur olivias schwester Eleanor mit ihrer familie mit. Und am Montag geht ja dann schon die schule los.
Tja – ereignisreicher koennte es fast nicht sein.
So, jetzt seid ihr wieder auf dem neuesten stand…
Ich wuensche euch eine schoene woche
passt auf euch auf
liebste gruesse und eine umarmung
Jule somwhere over the ocean