Wusstet ihr, dass in NYC immer etwas los ist? Ich mein, natürlich weiß ich das selbst, aber trotzdem erstaunt es mich immer wieder. Man geht um eine Ecke und es befindet sich garantiert etwas anderes dahinter, als man erwartete.
Aber der Reihe nach.
Ich hatte das komplette Wochenende frei. Am Samstag schauten Sarah und ich uns "Milk" im Kino an; kein schlechter Film, aber für mich ist "The Duchess" immernoch um Welten besser =) aber einen historischen Film über die Schwulenbewegung mit einem im 18. Jahrhundert spielenden Film über die Herzogin von Devonshire zu vergleichen, ist wahrscheinlich auch nicht fair.
Am Sonntag fuhr ich allein nach New York. Diesmal ans untereste Ende Manhattans, an den Hafen.
Dort hatte ich erstmal eine super Sicht auf die Brooklyn Bridge! Dieses Bauwerk ist einfach der Hammer.
Bevor ich über die Brücke ging, schaute ich mir aber noch die St. Paul´s Chapel an. Diese kleine Kirche steht relativ unscheinbar in unmittelbarer Nachbarschaft des ehemaligen World Trade Centers; dem heutigen Ground Zero.
- ein Stück Ground Zero
1776 überlebte sie einen schlimmen Brand in Manhattan bei dem mehr als 500 Gebäude zerstört wurden. Menschen bildeten eine Löschkette und retteten somit St. Paul´s - damit ist sie nun Manhattan´s einzige Kirche aus der Zeit vor dem Unabhängigkeitskrieg.
Wie ich schon sagte, steht sie gleich neben Ground Zero und blieb trotz der Anschläge unbeschädigt. Hier fanden viele der Helfer einen Schlafplatz, zu Essen, Seelsorge und, so heißt es, einen Platz des Friedens.
eines der Betten, die für die Helfer aufstellt wurden
so sah es hier an den Tagen nach dem 11. September aus
Ich fande es sehr beeindruckend, wie den Helfern mit einer Ausstellung gedankt und den Opfern gedacht wird.
Übrigens habe ich gelesen, dass die Orgel durch den Staub, der durch den Einsturz der Twin Towers verursacht wurde, unbespielbar ist.
Danach lief ich über die Brooklyn Bridge. Es ist eine herrliche Sicht auf die Stadt und dadurch, dass der Weg für die Fahrradfahrer und Fußgänger etwas höher als der für die Autos liegt, ist es auch nicht ganz so laut.
So sieht es auf der einen Seite der Brooklyn Bridge aus...
..und so auf der anderen. (Ich denke, man sieht den Unterschied.)
Natürlich, der Wachturm. Lässt ein auch nirgendwo in Ruhe.
In Brooklyn angekommen stieg ich in die Subway und fuhr wieder hoch zur Pennstation, da ich Abends zum Cluster Meeting meiner Au Pair Agentur wollte.
Im Sommer will ich es aber auf jeden Fall nochmal machen!
Auf meinem Weg zurück zum NJ Transit wurde ich noch Zeuge eines Zusammenstoßes eines Taxis und eines normalen Autos, was gleich für einen Stau sorgte und fand mich durch Zufall in der "Korean Street" wieder.. schön, da wollte ich eh schon mal hin. Wenn man mal was sucht, findet man es nicht, aber dann stolpert man drüber =) Und damit bin ich auch wieder am Anfang.. in New York erwartet einen einfach an jeder Ecke etwas unerwartetes =)
Am Abend fuhren Sarah und ich gemeinsam zum Cluster Meeting, was diesmal in einem Club mit Line Dance stattfand. Es war sehr lustig, aber leider hatte ich nicht wirklich Geduld. Erstaunlich fand ich dagegen, dass wirklich viele Jugendliche dort waren und an der Figur, die sie auf der Tanzfläche machten, gemessen, nicht das erste mal in einer "Linie tanzten"...
Uns zog es dann in den Nebenraum zum Karaoke, wo wir als Deutsche Au Pairs gemeinsam "99 Luftballons" sangen. Ich ließ mich zu "Zombie" von den Cranberries überreden.. ich muss zugeben, es hat echt viel Spaß gemacht,
Zum Schluss fingen einige Amerikaner an ein Lied von nsync zu performen.. es war zum schießen. Die Bewegungen und die ganze Gestik und Mimik hätte nicht besser nachgemacht werden können.
Die Arbeitswoche verhält sich ganz normal - mal davon abgesehen, dass es heute wie verrückt geschneeregnet hat und dadurch alle Schulen und auch mein College zu hatten.
Apropos College: Ich bin jetzt Studentin des CCM, County College of Morris und muss dafür von nun an 2x wöchentlich eine halbe Stunde Autobahn fahren... natürlich halten mich wie immer alle für verrückt; es gibt ja nun wirklich genug Colleges in nächster Nähe, aber wenn die nun mal alle nur Mist in ihrem Musikdepartment anbieten, lässt es sich nun mal nicht ändern.
Bis jetzt bin ich sehr zufrieden und hoffe, dass es mich noch einmal mehr auf meine anstehende Musikaufnahmeprüfung vorbereitet.
Ich wünsche euch allen eine schöne Restwoche
(Zurzeit ganz schön ruhig um die Kommentare geworden...)
Liebste Grüße
eure Jule
Ps.: Und zum Schluss noch ein Video von einer echt krassen Truppe aus der Bronx, die ich in der Subway getroffen habe... guckts euch an!