Freitag, 5. September 2008

time for school

Servus, gruetzi und hallo!

Zeit fuer einen neuen blog, wuerde ich sagen. Was meint ihr? Etwas hemmte mich in den letzten Tagen diesen jenen welchen in Angriff zu nehmen – ich nehme an, es war die Tatsache, dass mir bewusst wurde, wieviel unterschiedliche Menschen das hier lessen werden. Ich fuer meinen Teil finde es nicht sooooooooo einfach einen Text zu schreiben, den meine engsten Freunde, meine Eltern, meine Grosseltern, meine Lehrer, Patenonkels und –tanten und alle, die ich sonst noch so kenne, gleichermassen lesen. Aber ich versuche nicht daran zu denken und schreibe einfach weiter =)

Waehrend ich immer noch suche, wie man bei diesem daemlichen programm die automatische rechtschreibepruefung ausschalten kann, damit es nicht meine schoenen deutschen worte in englische umwandelt, ueberlege ich, womit ich am besten anfange...

Das letzte mal berichtete ich ja, dass Austen, Andrew und Ava spontan mit ihrem Vater Anthony gen Puerto Rico aufbrachen. Ein paar Tage spaeter kehrten sie morgens um 7 (nach 4 stuendigem Flug und in Schlafanzuegen) ins Haus zurueck – die Ruhe hatte ein Ende =)
Doch ich hatte in meiner Freizeit einiges erledigen koennen – ich war bei der Bank gewesen, hatte mir die Haare schneiden lassen, ich war bei meinen Gesangsteststunden gewesen und hatte mich fuer eine Gesangslehrerin in Maeple Wood entschieden, ich war bei meinem ersten Cluster Meeting gewesen und hatte mich im College of St Elizabeth eingeschrieben.
Wie ihr wisst, hatten wir geplant am Wochenende nach Vermont zu fahren, doch die Kinder, Olivia und ich waren zu geschafft, um Koffer zu packen, uns stundenlang ins Auto zu setzen und dachten, es waere eine bessere Idee, hier ein paar schoene Restferientage zu verbringen.
Gesagt! Getan!
Wohin faehrt man hier am besten, wenn man etwas erleben moechte?




Natuerlich nach New York City. Anthony, Olivia und ich schnappten uns Jack und Margo, die Kinder von Olivias Schwester und natuerlich Austen, Andrew und Ava und brachen am Freitag Mittag mit dem Zug auf.
Unser erster Stopp galt einer der “New York Ducks”, ein Bus, mit dem man eine Sightseeingtour machen kann und der dann in den Hudson River faehrt und zum Boot wird. Eine lustige Sache.



Manhattan vom Wasser aus



weils so schoen war nochmal




Die Kinder waren ab begeistertsten von den kleinen Troeten in Entenschnabelform, mit denen man herrlich nervige Gerauusche verursachen kann =)



hier seht ihr Austen mit seiner Troete =)


Leider hatte ich meine Kamera zu Hause liegen gelassen, aber ich durfte Olivias Kamera benutzen... und das tat ich auch.

Danach legten wir einen Zwischenstopp in der M&M's World ein... es gibt keine M&M's Sorte, die ihr euch nicht vorstellen koennte - von Deutschland M&M's bis zu Yankee M&M's.



es gab 4 oder 5 Waende mit solchen Roehren







Anschliessend wollten wir aufs Empire State Building und winkten uns zu diesem Zweck ein Taxi ran. Doch zwei Typen auf “Fahrradtaxis” waren schneller und so hatte ich mein bis jetzt eindruecklichstes Erlebnis in NYC. Also falls ihr mal hier her kommt, muesst ihr das auch unbedingt machen. Es hat so einen Spass gemacht, durch die Massen von Autos, Taxis, Menschen, Sightseeingbussen und allem, was sich sonst noch auf New Yorks Strassen bewegt, hindurchzufahren und die Luft ins Gesicht geblasen zu bekommen. Wir hatten eine Jungs- und eine Maedels"kutsche": Anthony, Austen, Andrew und Jack in der einen, Olivia, Ava, Margo und ich in der anderen. Ein Rennen zwischen den zwei Fahrern war da kaum zu vermeiden =)
Angst um sein Leben sollte man aber nicht unbedingt haben, denn ohne quietschende Reifen und Hupen gehts in Manhattan nicht...



leider am Ende verloren - die Maedels



da noch hinter uns... spaeter die Sieger - die Jungs auf dem Times Square


Am Empire State Building angekommen kauften wir Karten fuer die Skyriding Show; eine virtuelle Tour durch NYC, bei der man in sich bewegenden Sitzen sitzt und einen guten Magen braucht. Nachdem wir kraeftig durchgeschuettelt worden waren, ging es mit dem Aufzug auf die Spitze und die Aussichtsplattform des ESB. Nach dem dinner gings dann wieder nach Hause und die Kinder schliefen schon im Zug ein.



echt gigantisch! (leider schon etwas dunkel...)





man achte auf die kleinen gelben Taxis ;o)





ein Beweisbild =)

In der letzten Woche vor den Ferien schaffte ich es dann endlich meine Social Security Card zu beantragen. Gina, ein Au Pair aus Mexiko, und Laura, ein Au Pair aus Deutschland fuhren voraus und ich folgte ihnen mit meinem Auto. Nachdem wir drei Runden um das Gebauude gefahren waren, fanden wir es schliesslich. Doch der Tag sollte nicht schoen aenden, auf der Rueckfahrt rammte Gina ein Auto und verursachte dort ein paar Kratzer – zum Glueck konnte sie alles mit dem Fahrer und ihren Gasteltern am Telephon klaeren und muss noch nicht einmal etwas bezahlen. Bin ich froh, dass es nicht mich betraft - drueckt mir die Daumen, dass es so bleibt^^

Laura, mit der ich schon in Deutschland Kontakt hatte, weil wir wussten, dass wir in den gleichen Ort kommen, ist zur Zeit im rematch, dass heisst, sie tauscht die Familie, weil ihre jetzige der Meinung ist, sie waere besser bei Maedchen als bei ihren 2 Jungs aufgehoben und so trennen sie sich mehr oder weniger im gegenseitigen einverstaendnis. Ihre neue Familie wohnt in einem Ort 40min von hier, scheint sehr nett zu sein und nach NYC hat sie es noch genauso weit... von daher werden wir uns dann wohl immer in New York treffen. Am Sonntag wird sie abgeholt.

Am Dienstag, 2.Sept. hatte ich das erstemal Unterricht am College of St Elizabeth, einem Maedchencollege... Jeden Dienstag und Freitag Vormittag werde ich von nun an 75min “Excursions English”, einen Grammatikkurs, belegen und jeden Montag Abend 2 Stunden Chor. Der Chor ist so eine Sache fuer sich... ich erwartete alles Studenten und fand mich im Endeffekt in einem besseren Kirchenchor (damit will ich nicht sagen, dass Kirchenchoere schlecht waeren Mama!!!) wieder. Na gut, ich bekomme dafuer die erforderten Credits und hoffe, dass sich der Chorleiter ueber meine junge Stimme im Sopran I freut (aber da er auch aelter ist, koennte es sein, dass er gar nicht hoert, dass es bessere waere manche der [Insider mit meinem Paps:] "Silberkuechele" in den Alt zu schicken...). =)


In meinem Englisch Kurs sind 3 Afrikanisch Schwestern (also in so Nonnengewaendern...), 3 Japanerinnen, ein Maedchen aus Taiwan, ein Maedchen aus Puerto Rico, zwei aus Brazilien (davon eine das einzige andere Au Pair in dem Kurs, die anderen sind International Students) und ich. Am interessantesten fande ich den Moment, als meine Lehrerin, aus welchem Grund auch immer, ueber Bulimie und Magersucht waehrend der ersten Stunde sprach. Sie fragte jedes Maedchen, ob es in dessen Heimatland auch einen Druck auf Frauen gibt, besonders duenn sein zu wollen und jedes Maedchen antwortete mit ja – ausser die Afrikanerinnen. Diese schauten uns an, als waeren wir nicht mehr ganz richtig im Kopf und als ihnen dann unsere Lehrerin erklaerte, dass Maechen sich zum Erbrechen zwingen, fielen ihnen beinahe die Augen aus dem Kopf, so etwas hatten sie noch nier gehoert...

Oder als wir auf deutsche Geschichte zusprechen kamen und ich von der Mauer und dem Reiseverbot und allem erzaehlen sollte - da wurde ich unglauubig angeschaut. Aber alles sind sehr interessiert gewesen und so brachte ich ihnen heute das Stueck Berliner Mauer, was ich meiner Gastmutter geschenkt hatte, mit. Meine Englisch Lehrerin war total begeistert, weil sie das ja auch noch nicht gesehen hatte.

Am Mittwoch, 3.Sept. ging dann fuer Austen und Andrew die Schule wieder los.
Wir trafen uns frueh bei Bea, Olivias Schwester, und es wurden Bilder von den Kindern gemacht. Danach gingen wir alle gemeinsam auf das Spielfeld der Oak Knoll School. Dort war ein heilloses Durcheinander: Muetter in Jogginganzuegen oder mit Prada Handtaschen, Vaeter im Anzug oder mit Baseballcap, Kinder in Schuluniformen und Lehrer mit Schildern, auf denen ihr Name stand...
Jeder erzaehlte sich, wie toll doch der Sommer war, was fuer ein Glueck man mit dem Wetter hatte und wie froh wir doch jetzt sind, dass die Schule wieder anfaengt.
Nachdem die Kinder ihren neuen Klassenlehrer gefunden hatten marschierten diese in die Klassenrauume und die Schlange, die ihre neue Klasse darstellte, hinterher. Die Schuluniformen (vorallem die der Maedchen) fande ich im uebrigen sehr... sagen wir... gewoehnungsbeduerftig...

Avas Schule hat am Dienstag begonnen. Ich laufe nun jeden Tag mit den Jungs und Ava im Schlepptau in die Oak Knoll School und anschliessend mit Ava zurueck, um sie dann zu ihrer Schule zu fahren (in den naechsten Ort). Den Weg kenne ich mitlerweile auch sehr gut.

Ich freue mich ueber ein Feedback

Euch allen ein schoenes Wochenende
TGIF (Thank God it’s Friday)

liebe Gruesse sendet euch eure Jule von hier:

Ps.: Rechts habe ich eine kleine Umfrage eingerichtet, es waere lieb, wenn ihr einfach das Entsprechende anklicken wuerdet, damit ich ein bisschen besser einschaetzen kann, was von Interesse und was weniger von Interesse ist. Dankeschoen! ausserdem gibts jetzt immer rechts eine kleine Diaschau... falls euch die Bilder zu klein sind, koennt ihr, genau wie bei allen anderen Bildern im blog, einfach draufklicken und seht sie dann groesser.

1 Kommentar:

Tina in Manchester hat gesagt…

Hi,

also ich finden deinen blog toll, von mir aus könntest du ruhig öfter schreiben =)

lg tina (in manchester *fg*)