Mittwoch, 24. Dezember 2008

Santa is on his way to Germany

Hello everybody!

Gestern hat mir Ava gesagt, sie hätte Glöckchen gehört... "das ist Santa auf seinem Weg nach Deutschland!" Denn zu uns kommt er ja erst am 25.
Das heißt für mich, um 6 aufstehen und Geschenke auspacken. Aber eins nach dem anderen...

Am Montag waren wir mit allen counsins in nyc. Wir waren am Rockefeller Center, den großen Baum anschauen, in der Trinity Church, im vereisten Central Park und Central Park Garden (ein kleiner Zoo), im Museum of Natural History und schlussendlich bei der Freundin von Olivias Vater, der mehrere Gebäude in New York gehören und die ein sehr schönes Apartment in der upper east side bewohnt. Und alles bei -5°C.

Das war auch der Anlass für mich das erstemal mit einem New Yorker Taxi zu fahren. Sehr lustig.

Ich wünsche euch allen ein tolles Christfest, mit vielen Geschenken, Erholung, lachenden Gesichtern und leckerem Essen.

Ich denk an euch.

eure Jule
Ps.: der "kids christmas tree"...

Sonntag, 14. Dezember 2008

es gibt kein Bier auf Hawaii und kein Kaffeetrinken in Amerika

Hallo meine Lieben,
da ich diese Woche nichts Weltbewegendes gesehen oder erlebt habe, dachte ich, ich kann endlich mal einen Blog ohne jegliche Erlebnisse schreiben^^ Also sozusagen mal etwas berichten, was für mich alltäglich geworden ist; worüber ich aber am Anfang gestaunt oder den Kopf geschüttelt habe... na gut, ich gebe es zu, die Augen verdreh ich immer noch ein bisschen.
Als erstes wollte ich euch mal ein paar Herbstbilder von Summit zeigen, die ich eigens für euch geschossen habe =)

Unsere "verlaubte" Einfahrt^^ an manchen Tagen stehen in dieser Einfahrt zwischen 4 und 6 Autos. Wie sagen die Ärzte so schön, es wird eng... Anthonys Auto, unser Volvo und unser Jeep, Claras (unserer Putzfrau) Auto... dann manchmal noch Sarahs Auto, zur Zeit das Auto von Olivias Schwester, weil die nach Mexiko geflogen sind und dann Olivias Vaters Volvo, weil der den hier immer abstellt, wenn er mit dem Zug in die Stadt, sprich nach NYC fährt...
Im Übrigen konnte man in der rush hour des Blattfalls überall Mexikaner mit großen Laubbläsern sehen, die dann das ganze Zeug zu großen Haufen vor dem Haus "zusammenbliesen". Nach ein paar Tagen kamen dann andere Mexikaner (wobei ich mir da gar nicht so sicher bin... so richtig unterscheiden kann ich sie nämlich nicht), die die Haufen einsammelten... nur blöd, dass der Wind in der Zwischenzeit schon wieder alles durch die Gegend gehauen hatte...


Die "train station" (wobei eigentlich müsste es ja der train station, der Bahnhof heißen, aber das klingt blöd, also die) hat Verbindung nach New York City, so dass man innerhalb von ca. 53 Minuten in "der Stadt", wie hier immer alle sagen, ist. Es gibt allerdings auch einen Expresszug, extra für die in New York arbeitende Bevölkerung (und das sind nicht wenige!!!), der nur ca. eine halbe Stunde braucht.




nichts zum Kopfschütteln sondern zum schmachten^^











Wie praktisch, da haben sie an unsere Post gleich die Postleitzahl geschrieben... =)

schreibt mir eine Karte^^
















Das ist die Bank of America, die Bank unseres Vertrauens^^
















Nicht zu vergessen Starbucks...^^

dazu eine Szene aus "Little Britain USA" für alle "Little Britain" Fans...

http://de.youtube.com/watch?v=mbPIqZT6R1I

im Übrigen ist das nicht übertrieben mit dem Starbucks am Starbucks im Starbucks usw. =)





Das war ein Plakat, was an einer Bar in Summit hing... und wiedereinmal der Beweis, dass mich die Bayern verfolgen^^
und alle Amis denken, Deutsche seien Weißwurst zuzelnde Menschen, an deren Hand ein Humpen Bier festgeklebt ist.













Apropros kleben, das hier klebte gleich daneben..

In Amerika kennt man übrigens kein "Kaffeetrinken", weder bei Hochzeiten noch bei Geburtstagen. Wenn es Kuchen gibt, dann erst nach dem Abenbrot.
Und da ich von einem Deutsch-Französischem Ehepaar, was ich hier kennengelernt habe, zum Kaffee eingeladen wurde, musste ich ja Olivia erklären, was das ist... sie wollte daraufhin wissen, ob auch Miriam und Antonia auch immer Kaffee trinken... =)


Das ist ein Bild von den Wahlen... sehr schön.










Und noch dies:
Pascale (Sarahs 6-jährige) und Ava am Rumspinnen.










Wusstet ihr eigentlich, dass man in Amerika bei rot rechts abbiegen darf - ist wie unser grüner Blechpfeil, nur dass man sich den hier denken muss. Wenn man es nicht darf, dann steht da ein Schild "NO TURN ON RED". Das ist Amerikanische Logik.
In die meisten Restaurants hier in New Jersey muss man übrigens seinen eigenen Wein mitbringen -vorausgesetzt, man ist 21...^^- da die Besitzer wohl eine so teure Lizens für den Verkauf von Alkohl erwerben müssen, dass sie die Leute einfach ihren eigenen Wein mitbringen lassen. Das nennt sich dann "bring your own wine".
Hatte ich euch eigentlich erzählt, dass die Afrikanischen Nonnen und meine Japanischen Mitstudentinnen (ich grüße Ansche^^) im College total begeistert von dem Stollen, den mir meine Omas geschickt hatten, dem Räuchermännl und der Erzgebirgischen WeihnachtsCD waren? Und meine Englisch Lehrerin wollte sich unbedingt die CD brennen. Wie sagte meine Mama: Jule brings the world together^^
Ja ja, so siehts aus. Aber ich habe ja schon immer gesagt, dass ich als "Entwicklungshelfer" hier hergekommen bin und seit ich die Zustände hier gesehen habe, merke ich auch, wie dringend meine Arbeit benötigt wird ;o)
In Summit kann man übrigens von den Polizisten so etwas wie Autogrammkarten sammeln, das finde ich sehr lustig. Also man muss sich das so vorstellen, dass alle Kinder auf den verkehrsregelnden Polizisten zustürmen und seine "Karte" haben wollen, auf der ist dann ein Bild, seine Position und so ein kurzer Text über sein Leben mit Hobbys und so nem Zeug zu lesen... sehr abgefahren. Es soll dazu dienen, dass die Kinder die Polizei ein bisschen wie die Helden der Nation ansieht (und die Karten also sammeln wie die von Baseball- oder bei uns Fußballstars).
Fällt mir noch eine Kuriosität ein? Mh...
Ach ja! Wenn bei uns das Telephon klingelt und man gerade fernsieht, zeigt es auf dem Bildschirm an, welche Nummer und wer gerade anruft. Also steht dann zum Beispiel "908... Bloomingdales" dort. Und falls man dann also ans Telephon geht, aber nicht die Serie, die man gerade schaut, verpassen will, stoppt man einfach das Bild oder lässt es laufen und spult im Nachhinein zurück.. sprich man kann hier beim normalen Fernsehen die Tasten verwenden, die man bei uns in Deutschland (man berichtige mich, falls dies eine Falschaussage ist!) nur bei DVD´s verwenden kann.
Find ich prima, um es mit Migis Worten zu sagen^^
So nun könnt ihr euch wundern oder auch nicht.
Ich jeden Falls gehe jetzt zu meinem Cluster Meeting und damit meiner ersten und einzigen Weihnachtsfeier für dieses Jahr.
Liebe Grüße
eure Jule

Donnerstag, 4. Dezember 2008

In Washington ist alles weiß

Hallo Freunde der Amerikanischen Kultur *hust*,

wie vermisse ich doch meine geliebte, traditionelle, erzgebirgische Adventszeit!!! Mein Paket hellt zwar meine Laune auf und ich neble fleißig mein Zimmer mit Räucherkerzen zu, höre meine erzgebirgische Weihnachtscd rund um die Uhr und freue mich auch schon darauf, morgen in meiner letzten Englischstunde (jawohl... es ist schon wieder die letzte und ich muss Tschüss zu meinen Afrikanischen Freundinnen sagen...) den Stollen anzuschneiden, aber so ohne Schwibbbogen in den Fenstern und den ganzen Räuchermännern im Wohnzimmer und der Posaunenchormusik und dem schönen Weihnachtsstress (nach dem sehne ich mich jetzt richtig, weil der Stress den ich habe, hat wenig mit Weihnachten zu tun^^) usw. usw., fällt es mir schwer, mich auf Weihnachten zu freuen.

Aber wie schrieb meine Oma in ihrem letzten Brief so schön - "nächstes Jahr feiern wir wieder" =)

Langsam schmücken die Leute wieder; diesmal für Weihnachten. Doch das hat nichts von dem, was ich gewöhnt bin. Es ist zwar nicht hässlich und in unserer Gegend habe ich bist jetzt, Gott sei Dank, auch noch kein bling-bling-hässlich-Geleuchte gesehen, aber nur die Bäume mit Lichterketten zu schmücken ist mir nicht genug und mir fehlen eindeutig die SCHWIBBBÖGEN in den Fenstern!

Na gut ich singe weiter meine Erzgebirgischen Weihnachtslieder ("Wenns draußen wieder schneit, do hamm mer unsre freit..."), weil die so schön beruhigend auf mich wirken und ich mich dann weniger aufrege und berichte euch lieber von meinem Treffen mit Georg der aus dem Jungle kam (genauer gesagt aus New Haven, Conneticut).

Am Donnerstag machten Sarah, ihr Gastvater mit Pascale und Paul (ihren Kindern), Janina (ein anderes Au Pair) und ich uns in aller Herrgottsfrüh (genauergesagt um 6, da wir dem Thanksgivingverkehr entkommen wollten) auf, Richtung Weißes Haus.

Wie ich bereits sagte, wollten wir in der Hauptstadt der USA: Washington D.C.














Das D.C. steht übrigens für District of Columbia und ist benannt nach unserem spanischen Freund Christoph.

Man muss sich das Geographisch so vorstellen, dass NYC so ziemlich zwischen Washington und Boston liegt, sprich man nach D.C. auch ungefähr 4-5 Stunden braucht.

Als Bayerin (Sarah), Rheinländische Frohnatur (Janina) und Sachsin kamen wir uns übrigens öfter ins Gehege... tja, die Pisastudie kann ja nun mal leider nur ein Bundesland gewinnen hahaha ;o)
Sarah, Janina und ich residierten im Washington Plaza, der zwar nicht wirklich fancy, aber ansonsten ganz ok und noch dazu nur einige Blöcke vom White House entfernt war.

Donnerstag war Thanksgiving, so dass wir uns gleich nach Ankommen in der Stadt der Denkmäler gleich auf den Weg zu einer Freundin von Sarah Gasteltern, die uns zum Essen einlud, machten. Nun ja, nur so viel - es gibt Menschen, die nicht einmal vorgekochten Rosenkohl weich bekommen und da das Essen so schlecht war, dass sich selbst Sarahs Gastvater beschwerte (und nicht nur die verwöhnten Deutschen Au Pairs^^) gibt es wohl am Wochenende noch einmal ein Thanksgiving Dinner bei Sarahs Eltern, zu dem Janina und ich wahrscheinich eingeladen werden... wir sollen ja keinen falschen Eindruck bekommen =)



zur allgemeinen Belustigung, habe ich erst einmal ein Tänzchen mit diesem freundlichen Herrn gewagt^^



...Sarah ließ aus altersschwäche meine geliebte Kamera fallen und nun warte ich, dass mir ihre Mutter zu Weihnachten, wenn sie Sarah besuchen kommt, eine neue mitbringt...









Danach machten wir uns mit der Subway, die in Washington Metro genannt wird, auf, Richtung Weisses Haus, um einen ersten Blick zu erhaschen, und anschließend ins Hotel.



und hier seht ihr es - was weiße Haus bei Nacht^^






Die Metro liegt übrigens so extrem tief (leider konnte ich keine Zahlen finden...) unter der Erde, dass man sicherlich 4min auf der Rolltreppe, die sehr sehr steil und lang ist und mich sehr an Prag erinnerte, zu bringt. Deswegen gucke ich auf dem Bild für euch auch extra ängstlich^^

Und alles, soweit ich gehört habe, damit man die Menschen vor einem Bombenangriff schützen kann. Sehr abenteuerlich.

Dafür wieder alles sehr viel sauberer als in New York.

Für Samstag und Sonntag kauften wir uns einen Busfahrschein für eine Sight-seeing-tour mit "hop on and hop off", was doch immer wieder hilft, einen Überblick zuverschafft.





Das Wetter war super - im Vergleich zu Boston^^ was mir doch gleich viel besser gefiel und uns dazu einlud "on top" unseres alten Englischen Busses zu sitzen. Nach 1 1/2 Stunden Fahrt waren wir zwar fast angefroren, aber bester Stimmung erst einmal durch die Union Station zu schlendern, denn passenderweise ist der Freitag nach Thanksgiving immer "black friday", ein Tag an dem viele Läden schon um 4 oder um 5 öffnen und einem alles mögliche hinterherschmeißen.











Die Union Station soll übrigens der größte Bahnhof der Welt sein, ich persönlich glaube aber, dass der sight seeing guide einfach noch nie irgendwo anders war... also größer als Berlin ist sie bestimmt nicht.





Hier könnt ihr euch ein eigenes Urteil bilden.















Die Tauben haben es sich bequem gemacht^^













Um das Capitol rundrum sind übrigens die US Bundesstaaten in Form von Straßennamen vertreten, hier die Louisiana Avenue. Weitere wichtige Straßen rund um das Capitol, welches als Stadtmittelpunkt geplant war sind: die First Street, die Constitution Avenue und die Independence Avenue.













ja in Washington geht es ordentlich zu, da gibt es für jede Nationalität eine eigene Raucherecke.











Wie dem auch sei, wir schauten uns während der 2 Tage:

- das U.S. Capitol, vor dem gerade die Weihnachtsbäume geschmückt wurden













Hier sind Sarah ersteinmal ein bisschen durch die Gegend gehüpft...hey.






- die ganzen Museen (zu mindest von Außen^^ -wobei sie kostenlos gewesen wären, aber uns war nicht danach, schon wieder Gemälde zu besichtigen)


Das ist zum Beispiel das Indian Museum... die ganzen Inder haben bestimmt nicht verstanden, dass es dabei um INDIANER und nicht um INDER ging... ich kann mir beim besten Will nicht vorstellen, warum die sonst dort alle in Massen hinströmten!

- das Thomas Jefferson Memorial, das Franklin Delano Roosevelt Memorial (es wird übrigens Rosevelt gesprochen, soll heißen, das "e" ist nicht stumm und das doppel "o" spricht man auch nicht wie "u" sondern wie ein richtiges "o, also einfach richtig Deutsch^^)
- das Lincoln Memorial


Auf den 36 Säulen stehen die Namen der 36 Staaten, die damals zu der USA gehörten.






Hat sich gut gehalten, der alte Mann.






Das Washington Monument kann man in Washington von allen Seiten immer wieder erblicken, so auch hier. Dreht man dem Lincoln Memorial den Rücken zu, schaut man direkt auf das Monument und steht auch an ziemlich jener Stelle, an der einst Martin Luther King oder Forest Gump standen.








Apropos Martin Luther: vor unserem Hotel stand ein Martin Luther Denkmal, allerdings der Deutsche. So viel zu Ingos Frage...





- das World War II Memorial (ich habe euch ja gleich gesagst, es ist die Stadt der Denmäler!)






- das Spy Museum (das einzige Museum mit Eintritt, da mussten wir natürlich hin^^)

- das Ford Theatre (Wikipedia Anmerkung: "Am Abend des Karfreitags 1865 wurde der 16. Präsident Abraham Lincoln beim Besuch des Ford Theaters in Washington von einem fanatischen Sympathisanten der Südstaaten, dem Schauspieler John Wilkes Booth, angeschossen. Am folgenden Tag, dem 15. April, erlag er seinen schweren Kopfverletzungen.")

- Lincolns Wohnhaus

- das Hard Rock Café (ziemlich poblig in Washington^^)

- das FBI Hauptgebäude






- und natürlich das Weisse Haus (auch mit Weihnachtsbäumen^^) an.


Näher haben sie uns nicht ans Weiße Haus rangelassen.



















Georg´s Christmas Tree^^





















Lasst mich überlegen, wie dieses Ding hieß.. wir sind nahezu jeden Tag daran vorbeigelaufen... ähm... ach ja, das Department of Treasury.



























die modernere Seite Washingtons








Die Gebäude gefielen mir sehr gut und sind alle auffalend weiß^^. Wir lernten, dass die 2 Gebäude rechts und links neben dem Capitol das Senatsgebäude und das Repräsentantenhaus sind und dass die Fahnen auf dem Capitol anzeigen, ob die beiden Kammern gerade tagen oder nicht - sprich, wenn die linke Flagge hochgezogen ist, tagt der Senat, wenn die rechte oben ist, das Repräsentantenhaus usw.

Durch die Thanksgiving holidays tagte zur Zeit unseres Besuches allerdings niemand und die Fahnen waren unten.
Auch im Weissen Haus schien keiner zu sein, denn auch dort wurde nicht geflaggt.

Das internationale Spymuseum fanden wir alle 3 sehr interessant und erstaunlicherweise drehte sich dort nicht alles nur um das FBI und CIA, sondern war eher geschichtlich aufgebaut; began mit der Spionage in den Weltkriegen (die Krankenschwestern waren die besten Spione^^) und in der alten katholischen Kirche und hatte daher auch einen großen Raum in dem es um die DDR als Spitzelstaat ging. Wirklich sehr erstaunlich für Amerika, dafür einen ganzen Raum zu opfern!!!

Nach dem man uns eingebleut hatte, dass "SIE überall sind", hatten wir unseren Spaß zu erraten, wer um uns rum alles zu einem Geheimdienst gehört. "Da, der so scheinheilig die Zeitung durchblättert." "Quatsch, der Müllmann dadrüben!"

Im Übrigen erfuhr ich, dass es in New York City 2000 Überwachungskameras gibt und davon allein am Times Square 500...



Auf das Washington Monument kann man nur mit einem ticket, was zwar kostenlos ist, aber regelt, dass nicht zu viele Menschen hochkommen. Das ticket bekommt man an einem Schalter neben dem Monument, der um 8:30 öffnet. Sarah, Janina und ich waren eine Stunde später da und es gab keine einzige Karte mehr... so eine Pleite. Aber ihr wisst ja, "heute ich nicht alle Tage..."












Im Übrigen war die Deutsche Übersetzung des Textes, der besagte, alle Karten für heute seien vergeben, so grauenvoll und mein Ärger darüber, dass ich nicht auf Washington hinabschauen konnte so groß, dass ich dem "Kartengust" sagte, dass das die schlechteste Übersetzung eines Englischen Textes ins Deutsche ist, die ich bis jetzt in den Staaten gesehen habe (um genau zu sein, ist es auch die erste... aber egal!). Er lachte darauf und meinte, sie hätten ihr bestes getan... na da.






"Alle Karten sind für den Tag verteilt worden. Karten für morgen werden bei 8:30 verteilt. Wir empfehlen Sie sind hier morgen bei 7, zum in Linien auf Karten zu warten. Kommen sie bitte nach innen zu mehr Informationen. Wir entschuldigen uns für jede mögliche Unannehmlichkeit. Danke!"















Wir entschieden uns ein paar lustige Bilder zu machen und fragten ein ungefährlich aussehendes^^ Ehepaar mit Tochter in unserem Alter, ob sie ein Bild von uns 3 machen könnten und bekamen eine Deutsche Antwort. Es stellte sich heraus, dass ihre Tochter auch Au Pair ist und tatsächlich auch in New Jersey lebt. No way! Wo denn da? Are you kidding? In Summit? Was auf der Blackburn Rd? Das ist doch gleich bei uns um die Ecke... tja, die Welt ist ein Dorf. Sie kommt übrigens aus Hessen.


Ich fand unseren Besuch in Washington sehr gelungen und würde die Hauptstadt der Vereinigten Staaten als sehr schön einstufen. Verglichen mit NYC geht es dort sehr viel ruhiger zu und auch sonst ist es eher eine beschauliche Stadt.










Am vergangen Mittwoch fuhren Anthony, die Kids und ich mit dem Zug nach NYC zum Rockefeller Center da dort Abends der große, gerühmte Christbaum erleuchtet werden sollte. Normalerweise muss man sich dort für mehrere Stunden den Hintern abfrieren und in der Kälte warten, aber da Olivia ja direkt im Rockefeller Center arbeitet und für uns einen Raum mit Blick auf die Eisfläche und den Baum organisieren konnte, durften wir uns das Spektakel vom Büro des Presidenten und General Mangagers Mr. O´Brien ansehen.











So sieht New York von seinem Büro aus aus.






























Der Baum wurde um 9 "angezündet" und zuvor traten verschiedene Sänger und Gruppen, wie Miley Cyrus (das ist das video von dem Abend:


http://www.martin-boose.de/miley-cyrus-live-rockin-around-the-christmas-tree-rockefeller-center/ ), the Jonas Brothers, Beyoncé, David Cook und andere, die ich nicht kannte, auf. Leider waren viele acts schon am Abend vorher auf einem der Hochhäuser aufgenommen wurden und wurden nur abgespielt. Aber die Jonas Brothers habe ich echt gesehn LOL


Für die unter euch, die diese relativ neue boy group noch nicht kennen - das ist Amerikas Antwort auf Tokio Hotel (na gut ein bisschen hübscher^^).





Da haben sie ihn dann angeschalten^^


Dieses Jahr kam der Baum übrigens aus... na?! New Jersey natürlich. Und die 2 Söhne von der Frau, die den Baum gepflanzt hat, waren auch da und meinten, dass ihre Mutter immer irgendwelche Chemikalien an den Baum gekippt hat, damit er noch größer wird, obwohl er schon sehr groß war. Und keiner hat verstanden, warum sie das macht, aber schließlich ist genau das passiert, was sie sich immer gewünscht hat, ihr Baum steht nun vor dem Rockefeller Center. Meistens wird der Baum nach Weihnachten dann an einen Zoo für die Tiere gespendet.





Es war auf jeden Fall sehr lustig, dort die ganzen Menschenmassen zu sehen und in dem Büro von O´Brien gabs auch 4 Fernseher und man konnte entweder dort gucken oder halt zum Fenster raus. Britney Spears sollte eigentlich auch kommen, aber sie hatte vorher einen Auftritt irgendwo uptown und kam nicht durch die Menschenmassen, hat mir Olivia erzählt.



Falls jemanden noch interessiert, hab mal noch paar Videos vom tree lighting rausgesucht, sind nicht so toll, aber man sieht zu mindest, wies da aussah:
http://de.youtube.com/watch?v=gHrRLlSAyis&feature=related (die Jonas Brothers)


http://de.youtube.com/watch?v=w2bO42WGS7M (der Countdown - wir waren hinter einem der Fenster über dem Stern)


So, dass wars für heute von mir.


Ich wünsche euch allen eine schöne restliche Woche, lasst euch nicht vom Stress unterkriegen^^


eure Jule

Mittwoch, 19. November 2008

Boston tea party

Hallo meine Lieben!
Es tut mir sehr leid, dass ich immer noch Probleme mit meiner blog Darstellung habe, es verschiebt sich einfach alles und ich konnte bis jetzt noch niemanden finden, der dieses Problem beheben kann!
Zuerst einmal an Susi Fischer und alle anderen, die sich ueber das Bild des letzen Blogs gewundert haben... man mag es nicht glauben, aber ja, das bin wirklich ich auf der Leinwand am Times Square. Microsoft hat mir eine mail geschickt und da war dieses Bild angehangen, da ich ja zu der Zeit, als mein Bild ueber die Leinwand flimmerte, nicht dort war. Sachen gibts...
Aber genug davon... denn der eigentlich Bloggrund ist mein Besuch in Boston.

Freunde meiner Eltern (die ich hiermit herzlich gruesse^^) haben wiederum Freunde in Boston (das sind dann sozusagen meine Freundesfreunde... oder die meiner Eltern?! naja egal) und stellten fuer mich einen Kontakt her, damit ich eine Uebernachtungsmoeglichkeit, fuer die Zeit in der ich mir die Hauptstadt Massachusetts anschaue, habe.

Am Sonntag vor 2 Wochen (Sonntags bekomme ich immer meinen neuen Arbeitsplan) erfuhr ich also, dass ich am Wochenende nicht arbeiten muss und machte mich daher gleich daran, Andrew (noch ein Andrew...^^), dem Sohn der Freundesfreunde^^, eine Nachricht zu schreiben und ihn zu fragen, ob ich wohl ganz spotan in 4 Tagen vorbeigeschneit kommen koennte. Wie passend, bei den Temperaturen.
Nach der Zusage hiess es dann, eine Busverbindung im Internet raussuchen und einen Platz buchen. Gesagt, getan.
Es gibt einige sehr guenstige Busanbieter, die von Chinatown, NYC nach Chinatown, Boston fahren (15$) und da ich Chinatown ja so liebe^^, machte ich mich am Freitag, nachdem ich 2 Stunden gearbeitet, 1 1/4 Stunde in der Schule gesessen, eine halbe Stunde mit dem Auto gefahren, geschaetzte 10 min Sachen gepackt und 1 1/2 Stunden Waesche gewaschen hatte, auf nach Manhattan.
Das mit der Waesche stellte sich allerdings als etwas schwierig raus, da ich ca. 1 1/2 Stunden Zeit aber 2 Ladungen Waesche hatte (wobei die Waschmaschiene ca. 40 min braucht und der Trockner auch noch einmal 20 min)... das macht die Sache fuer Menschen ohne Zeitmaschiene etwas schwierig, aber da man ja als Abiturient mit Zeitmangel vertraut ist, gelang es mir doch noch irgendwie, puenktlich fertig zu werden.
Chinatown begruesste mich, als ich aus der Subway ausstieg, mit einem strengen Fischgeruch, lauter Chinesischer Musik, bunten, nicht zu verstehenden Schriftzeichen und viel Dreck. Und als "Nicht-Chinese" fuehlt man sich dort sowieso etwas verloren.








Den Bus fand ich ohne Probleme - und ein netter aelterer Mann (sicher, dem Alter nach zu urteilen, ein alter Freund des chinesischen Kaisers) mit mehr Zahnluecken als Haaren auf dem Kopf schrie mir schon von weiten entgegen: "You wanna go Boston?!"... Ja, das hatte er richtig erkannt.
Ich war zu zeitig, aber ich stellte mich schon mal in der Reihe der Wartenden an. Wobei wir uns die ganze Zeit "Watel, one dollal, watel one dollal, watel one dollal..." anhoeren mussten =)
Irgendwie hatte mein Chinesischer Freund gefallen an dem netten Deutschen Maedchen^^ gefunden und hielt nun jedes mal, wenn er an mir vorbeikam, kurz an und sagte: "Ah, my fliend - you wanna have watel?". Aber ich war bestens versorgt...
Der Bus war beladen mit Menschen aus aller Welt, so sassen z.B. 3 Maenner mit Turban etwas weiter vorne im Bus, dann noch jede Menge Chinesen, die wahrscheinlich eine "Chinatown-Rundfahrt" machten ;o) ein Mann, der Jay-Z etwas aehnelte und ein suesses rose Knaeuel (was uebrigens keinen Mucks von sich gab) im Arm hielt... und dazwischen ich.
Die Strecke von NYC nach Boston dauert normalerweise 4 Stunden - aber nicht an einem Freitag Nachmittag. Und so brauchten wir sage und schreibe 5 Stunden.
An der Southstation angekommen, wurde ich von Andrew und seinem Vater abgeholt. Was doch interessant war, da ich sie ja gar nicht kannte und auch nicht wusste, nach wem ich ausschau halten musste. Aber wir fanden uns ohne Probleme.












Ich hatte ganz schoen mit Halsschmerzen zu tun und mich daher ordentlich mit Tee eingedeckt - aber welches Heissgetraenk koennte besser in die Stadt der Tea Pary passen, als Tee, den ich mir nun einfloesste.
Am Samstag fuhren wir mit dem Auto nach Boston rein und besuchten vorher noch eine alte Schulfreundin Andrews, die an dem gleichen College studiert wie einst Hillary Clinton - ein Maedchencolleg. Kann mir eigentlich jemand mal verraten, warum es keine Jungscolleges gibt?!?!
Wie dem auch sei; trotz dass sie schon seit 3 Monaten dort studiert, hatten wir Muehe, wieder vom Campus zum Auto zu finden... diese Amis ;o)
Leider schuettete es, wie aus Giesskannen und nach 2 min am "Harbor" entlanglaufen, konnte man meine, natuerlich fuer Regenwetter bestens geeigneten, Chucks auswringen. Nicht so toll, wenn man eh schon Halsschmerzen hat.






















Die U-Bahn in Boston heisst uebrigends schlicht und ergreifend "T" und ist sehr viel saueberer und schoener als die New Yorker Subway. Sie brachte uns sicher zum Prudential Center, ein schnuckliges Einkaufscenter in dem sich auch der Ticketverkauf fuer die Bostoner "duck tour" befindet.














Die duck tour in NYC hatte ich ja schon gemacht und da ich gehoert hatte, dass Boston wohl die besten duck touren in den Staaten hat und ich mir ausserdem einen Ueberblick ueber die mir ansonsten eher unbekannte Stadt machen wollte, entschieden wir uns, trotz des Regenwetters, eine tour zu machen.
Doch zuerst einmal hatte ich Hunger und daher gingen wir in ein Fischrestaurant direkt im Prudential Center. Was dort geschah, ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht passiert:
Man brachte mir mein Essen und ich hatte doch tatsaechlich wie in einem schlechten Witz ein Haar (nein nicht in der Suppe) auf dem Teller. Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiih! Naja hilft ja nichts anderes, als sich beschweren. Daraufhin wurde mir mein Reis wieder unter der Nase weggezogen.
Danach kamen 3 Leute, die sich in aller Form bei mir entschuldigen wollten... der Manager kniete sich vor meinen Tisch und meinte dann, wenn er in der Zeit, in der ich auf mein neues Essen warte, was natuerlich aufs Haus geht, sonst nocht etwas fuer mich tun kann, solle ich ihn das wissen lassen.
Mann, mann, mann Leute, macht mal halblang. Das war ja dann schon wieder fast peinlich fuer mich. Naja, aber immerhin musste ich nix bezahlen =)
Als wir dann (es war schon um 4 Nachmittags) zum Ticketverkauf fuer die duck tour kamen, wurde uns gesagt, dass diese nur bis 3:30 durchgefuehrt werden... na toll.
Also entschlossen wir uns, nach Hause zu fahren. Auf der Fahrt redete ich kaum - Ruhe^^ -, denn jedes Reden und Schlucken tat so furchtbar weh, dass ich eh die Nase ganz schoen voll hatte.
Am Abend fuhren wir zu Freunden Andrews, die auf dem Campusgelaende der "University of Massachusetts" leben. Wobei zu sagen ist, dass - mal abgesehen von dem schlechten amerikanischen Dosenbier - kein grosser Unterschied zwischen den Amerikanischen Jugendlichen und den Deutschen zu finden ist... aber Bierpong habe ich trotzdem nicht mitgespielt, obwohl ich mir die ganze Zeit anhoeren musste, dass ich ja Deutsche waere und daher ja im grossen Vorteil..
Am Sonntag wollte ich dann unbedingt die duck tour machen und es stellte sich heraus, dass dies auch der wettermaessig wesentlich bessere Tag war.













die Ente zu Land













und zu Wasser







Das ist uebrigens mein Lieblingsbild aus Boston - Papa hatte also Recht was die Chinesischen Restaurants angeht =)
Zuerst wollte ich allerding mein Gepaeck an der Southstation einschliessen, aber mir wurde gesagt, dass "heute schon alles voll ist". AHA! Na klar, trag ich halt mein Gepaeck den ganzen Tag durch Boston. Und Andrew ging mit den Haenden in den Hosentaschen voraus. Super!
Auf jeden Fall kann ich dem zustimmen, dass die duck touren in Boston sehr gut sind - der Fahrer war sehr lustig und machte ueber alles und jeden einen Spass. Bloed nur fuer die eine Britische Touristin, auf die er es die ganze Zeit abgesehen hatte. Von wegen: "Soll sie sich jetzt eigentlich fuer die ungerechten Teesteuer bei uns entschuldigen?!" Sie nahm es mit Humor.
Auch das Paar aus Manhattan, die natuerlich eingefleischte New York Yankee Fans waren, lachten mit, als unser Busfahrer meinte, sie duerften, falls wir kentern, erst als letzte das Boot verlassen... tja, Boston ist halt die Red Sox Stadt.
Das Besondere einer duck tour ist ja, dass man sich mit dem "Bus" auch auf dem Wasser bewegen kann und so schipperten wir ein Stueck den Charles River entlang.

































das Stueck Mauer, was man auf der rechten Seite des Bildes sehen kann, ist uebrigens ein Stueck Berliner Mauer... die Amis ham Ideen o.O














und das habe ich eigens fuer Anne geknipst ;o)
und noch ein paar Boston Bilder:
die trojanische Kuh
Ich verabschiedete mich von Andrew und schlenderte noch etwas durch Boston... naja wie man halt mit Frauengepaeck fuer 3 Tage schlendern kann. Und machte mich dann auf Richtung Southstation. 4:30 fuhr mein Bus zurueck, sodass ich 8:30 in NYC zurueck war. Leider wollte keiner mit mir "Ein Hoch auf unsern Busfahrer" anstimmen und so trat ich meine Reise zurueck nach Summit an.
Anscheinend sehe ich nicht mehr so verwirrt, wie bei meinen ersten Malen im big apple aus und so kommt es mitlerweile sehr haeufig vor, dass ich nach dem Weg gefragt werde. Es dauerte nicht lange, bis sich 3 Inder an meine Fersen geheftet hatten und zur Pennstation mitgenommen werden wollten. Aber ich bin ja gar nicht so und nahm sie mit, obwohl sich dieses Indische Maedchen einbildete, den Weg besser als ich zu kennen... pah, da lach ich ja =)
Um 10 kam ich in Summit an und wurde von Sarah nach Hause gefahren.
Fazit: Ich hatte nicht die guenstigsten Voraussetzungen fuer einen top Aufenthalt in Boston, aber ich habe immerhin schon einmal einen Eindruck bekommen und schliesslich kann ich auch stolz auf mich sein von Summit nach Boston und wieder zurueck ganz alleine und ohne Probleme gekommen zu sein.
Am vorletzten Sonntag war ich in NYC um meine Weihnachtsgeschenke zu besorgen, die ich ja schon bald losschicken muss, wenn sie zu Weihnachten da sein sollen. Ueberall dudelt schon Weihnachtsmusik aus den Geschaeften und bald wird auch der Baum am Rockefeller center "erleuchtet" =)

































das war der schlechteste Saxophonspieler, den ich in meinem ganzen Leben gehoert habe... er war so schlecht, dass ich ihm einen quarter dollar geben musste, was ich sonst nie mache^^

















Ja ja, ich bin immer auf Achse und deswegen ging es von Donnerstag bis Sonntag nach Washington D.C. - davon schreibe ich in meinem naechsten blog!
Ich hoffe es geht euch allen gut und ihr habt keine Erkaeltung.
es gruesst euch herzlich eure Jule
Ps.: so sieht eine gluecklicke Jule aus, die gerade eben das phaenomenale Paket von ihren Eltern, Schwestern, Grosseltern, Onkel, Freunden usw. usw. bekommen hat! Das war der Hammer! Ihr seid so lieb, nun kann ich Weihnachten doch etwas gebuehrend feiern und der "Raeuchermah" raeuchert auch schon kraeftig mein Zimmer zu waehrend ich Erzgebirgische Weihnachtsmusik anhoere =)
Den Stollen schneide ich am ersten WE im Dezember an und die Plaetzchen von meiner Cousine sind schon weg ;o)
15 Kilo!!!!